24. März 2023

12 Minuten für mehr Respekt und Toleranz

12 Minuten für mehr Respekt und Toleranz

Der Fußballverband Sachsen-Anhalt (FSA) möchte am kommenden Wochenende gemeinsam mit
allen Kreis- und Stadtfachverbänden ein deutliches Signal setzen. Nach den neuerlichen nonverbalen
Übergriffen auf Schiedsrichter soll in Sachsen-Anhalt jedes Spiel auf Landes- und Kreisebene zwölf
Minuten später angepfiffen werden.


Mit dieser symbolischen Geste rückt der zwölfte Mann bzw. die zwölfte Frau in den Mittelpunkt.
Schiedsrichter*innen wurden in der Vergangenheit auch in Sachsen-Anhalt immer wieder Ziel von
verbalen und körperlichen Übergriffen. Nach den Vorkommnissen am zurückliegenden Wochenende
ist nun ein Maß überschritten, diese Botschaft soll mit der zwölfminütigen Verspätung aller
Begegnung in die Öffentlichkeit getragen werden.

Ohne Schiedsrichter geht es nicht!

Seit Jahren schon sind die Zahlen der aktiven Schiedsrichter in Sachsen-Anhalt rückläufig und dieser
Entwicklung kann unter anderem Einhalt geboten werden, wenn Fair Play und gegenseitiger Respekt
auf den Sportplätzen gelebt werden. Ohne Schiedsrichter, kein Spiel – dieses Credo sollte jeder, egal
ob Zuschauer oder Aktiver, verinnerlichen. Gewalt und Diskriminierung haben auch auf den
Sportplätzen nichts verloren, daher sendet der FSA in Kooperation mit allen Kreis- und
Stadtfachverbänden am kommenden Wochenende ein klares Zeichen.

„Bei allen Emotionen, die unser Sport mit sich bringt, darf eine Linie nicht überschritten“

„Der Deutsche Fußballbund (DFB) hat sich das Thema Schiedsrichter im Jahr 2023 als LeuchtturmThema auf die Agenda geschrieben, um mehr Referees für den Fußball zu gewinnen. Wir müssen
aber auch darauf achten, dass wir die vorhandene Zahl an Schiedsrichtern aufrechterhalten. Mit
dieser Aktion will der FSA am Wochenende untermauern, dass Gewalt, in welcher Form auch immer,
gegen Schiedsrichter ein absolutes No-Go darstellt. Die erschreckenden Vorkommnisse in der
jüngeren Vergangenheit lassen uns keine andere Wahl, als ein deutliches Signal zu senden, um unsere
Schiedsrichter in allen Spielklassen zu schützen. Bei allen Emotionen, die unser Sport mit sich bringt,
darf eine Linie nicht überschritten“, bewertet Jörg Bihlmeyer, FSA-Vizepräsident und verantwortlich
für das Spielwesen, die kommende Aktion

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